Die Einnistung: Spüren, ihre Symptome und wie du sie förderst

Frau direkt nach der Befruchtung spürt die Einnistung

Die Natur bestimmt, dass sich zuerst eine Eizelle einnisten muss, damit Leben entsteht. Wenn sich die befruchtete Eizelle nicht einnistet, kann sie in der weiblichen Gebärmutter nicht überleben. 

Doch wie merkst du, ob eine Einnistung stattgefunden hat? Und kannst du den Prozess der Einnistung unterstützen?

Was ist eine Einnistung?

Was versteht man unter Einnistung oder unter dem medizinischen Begriff „Nidation oder Implantation“?

Unter Einnistung versteht man die „Anheftung“ der befruchteten Eizelle an die Gebärmutterschleimhaut.

Dieser Vorgang findet immer erst nach dem Eisprung und nach der Befruchtung statt. Die befruchtete Eizelle muss meist einen langen Weg bis zur Gebärmutterschleimhaut zurücklegen. Der Weg ist unterschiedlich lang. Je nach dem, ob die Eizelle in der Eileiter oder in der Gebärmutter befruchtet wurde.

Der Prozess der Einnistung

  • Der Geschlechtsverkehr kann bis zu 5 Tage vor dem Eisprung zu einer Schwangerschaft führen. Nach dem Eisprung schliesst das Zeitfenster nach 24 Stunden.
  • Nur gut bewegliche und fitte Spermien überleben lange genug in der weiblichen Gebärmutter und erreichen die befruchtungsfähige Eizelle rechtzeitig.

  • Nach der Befruchtung beginnt sich der Zellkern in neue Zellen zu teilen. Die Zusammensetzung der Chromosomenpaare der Eltern bleibt ab jetzt gleich.

  • Der Prozess der Zellteilung wird beibehalten. Die Zellen teilen sich immer weiter. Erst bilden sich 4 Zellen, dann 8 und immer so weiter.

  • Die befruchtete Eizelle wird durch die Eileiter zur Gebärmutterhöhle transportiert, wo sie sich dann einnistet.

  • Wenn aus dem Zellkern nach vier Tagen 32 bis 64 neue Zellen entstanden sind, spricht man von einer Blastozyste. Ab jetzt spezialisieren sich die Zellen – somit beginnt die Embryonalanlage.

  • Jetzt beginnen die äusseren Zellen die Keimlinge zu ernähren. Der medizinische Begriff ist „Trohobe“, also Ernährung. Diese Zellen werden später zu einem Teil des Mutterkuchens: Der Plazenta. Danach heftet sich die Blastozyste an die Gebärmutterschleimhaut, die schon vorher aufgebaut wurde.

  • Die befruchtete Eizelle befindet sich nach einigen Tagen völlig in der Schleimhaut. Die Einnistung ist vollzogen.

Wann tritt die Schwangerschaft ein?

Die kleinen Flimmerfäden der befruchteten Eizelle wandern entweder zuerst durch die Eileiter oder direkt durch die Gebärmutterhöhle. Mit Hilfe von wellenförmigen Kontraktionen gelangen sie zur Gebärmutterschleimhaut, um sich dort einzunisten.

Erst wenn die Einnistung der befruchteten Eizelle vollkommen vollzogen ist, spricht man von einer Schwangerschaft.

Erst nach der Einnistung produziert der Körper das Schwangerschaftshormon HCG.

Nur auf dieses Hormon reagieren Schwangerschaftstests und führen zu der berühmten roten Linie, welche die Schwangerschaft verkündigt.

Interessant für dich

Schneller schwanger werden ♡

Schneller schwanger werden mit dem Femometer Vinca II-Basalthermometer.

Hol dir das Femometer mit intelligentem App für Eisprung- und Zykluskontrolle.

Wie lange braucht ein befruchtetes Ei zum einnisten?

Wenn du einen regelmässigen Zyklus hast, sollte der Vorgang der Einnistung am 19. oder 20. Zyklustag beginnen.

Von der Befruchtung der Eizelle bis zur Einnistung dauert es etwa 7 bis 8 Tage.

In dieser Zeit kann es passieren, dass du im Unterleib und im Beckenbereich Schmerzen oder ein leichtes Ziehen verspürst. Die dehnenden Mutterbänder können sich wie Menstruationsbeschwerden anfühlen.

Schwangerschaftsanzeichen direkt nach der Befruchtung

Die ersten, sehr frühen Schwangerschaftsanzeichen treten nicht bei allen Frauen auf. 

Zu den frühesten Schwangerschaftsanzeichen gehören der Nidationsschmerz (der Schmerz durch die Einnistung) und die Einnistungsblutung.

Kann ich die Einnistung spüren?

Tatsächlich können viele Frauen, die Einnistung in der Form eines leichten Ziehens oder Stechens spüren. 

Viele spüren die Einnistung jedoch nicht.

Wie erkenne ich eine Einnistungsblutung?

Es kann während der Einnistung auch zu leichten Blutungen kommen. Viele Frauen, die sich ein Baby wünschen, kann eine solche Blutung verunsichern.

Wie lässt sich eine Einnistungsblutung von einer Regelblutung unterscheiden?

Die Einnistungsblutung ist ganz anders, als die Regelblutung. Sie ist sehr schwach und dauert meist weniger als 24 Stunden. Zudem ist die Blutung bei der Einnistung dunkler, als die Blutung bei einer Menstruation.

Bei solchen Blutungs-Symptomen ist es besser, einfach abzuwarten und nach einiger Zeit einen Schwangerschaftstest zu machen oder zu einem Arzt gehen, um sich untersuchen zu lassen.

Woran merke ich, ob die Einnistung geklappt hat?

Die Anzeichen, dass die Einnistung geklappt hat, sind die normalen Schwangerschaftsbeschwerden, die durch das Hormon HCG ausgelöst werden. Dieses Hormon sorgt für die typischen Schwangerschaftssymptome. Beispielsweise, dass du geruchsempfindlich wirst und an Müdigkeit leidest.

Was schadet der Einnistung?

Es kommt vor, dass die Einnistung vom eigenen Körper gebremst wird.

Die Ursachen können Verwachsungen im Eileiter, Infektionen und eventuelle Krankheiten wie Gelbkörperschwäche, Schilddrüsenkrankheiten oder eine Zuckerwechselstörung der Mutter sein.

Das führt dann dazu, dass sich die befruchtete Eizelle nicht weiterentwickelt und sie wird mit der nächsten Menstruation weggespült.  

Wie kann ich die Einnistung fördern?

Es gibt leider keine Patentlösung, wie du eine Einnistung beeinflussen oder fördern kannst.

Wenn du schwanger werden möchtest, solltest du grundsätzlich auf Rauchen, Alkohol und chronischen Stress verzichten. Achte auf eine gesunde und ausgewogene Ernährung und eine gute Lebensführung.

Nimm zusätzliche Vitamine und Folsäure ein. Bei einer gründlichen Untersuchung kann der Arzt feststellen, welche Ursachen zugrunde liegen und warum es bei dir nicht zu einer Einnistung kommt.

Berechne deine fruchtbaren Tage

Falls du gerne schwanger werden möchtest, aber nicht genau weisst, wann dein Eisprung stattfindet, kannst du dies anhand von einem Fruchtbarkeitsrechner herausfinden. Hierzu sind Angaben erforderlich wie der erste Tag der Menstruation und deine durchschnittliche Zykluslänge. 

Der Fruchtbarkeitsrechner rechnet anhand dieser Daten den möglichen Zeitpunkt des Eisprungs, die fruchtbaren Tage und den Start der nächsten Periode aus. 

Berechne deine fruchtbare Zeit

Erster Tag deiner letzten Periode

Deine durchschnittliche Zykluslänge

Beachte bitte, dass der Fruchtbarkeitsrechner nur ein ungefähres Ergebnis liefert. Er ist nicht für die Empfängnisverhütung geeignet und gibt auch keine Garantie, dass ein Eisprung wirklich in der errechneten Zeit stattfindet. Ein Fruchtbarkeitsrechner ist gut für Paare, die eine Schwangerschaft planen und für Frauen, die ihren Zyklus sehr gut kennen. 

Hol dir deinen Guide für deine Vorbereitung auf die Schwangerschaft in einem übersichtlichen PDF.

    Dein Guide zum schwanger werden

    Hol dir deinen Guide für deine Vorbereitung auf die Schwangerschaft in einem übersichtlichen PDF.

      Dein Guide zum schwanger werden

      Weitere Beiträge

      Versicherungsschutz für dein Baby

      Wald für das Klima

      Mädchen mit GlobusHast du dein Baby schon bei der Krankenkasse angemeldet? Hier tust du beim Abschluss noch was für's Klima!

      Mehr erfahren