Was sind erste Schwangerschaftsanzeichen nach einer Woche?

Junge glückliche Frau

Der Körper bereitet sich in der ersten und zweiten Schwangerschaftswoche auf eine mögliche Schwangerschaft vor. Die Hormone stimulieren die Eizellen und regen sie zur Reifung an.

Die Schwangerschaft in diesen ersten Tagen – also direkt nach der Befruchtung – zu bemerken, ist unwahrscheinlich oder zumindest ziemlich schwierig. Manche Frauen berichten von einer Art instinktivem Wissen, dass ein Baby in ihnen heranwächst. Wer sich eine Schwangerschaft stark herbeisehnt, kann dieses Wissen auch mit seinem Wunsch verwechseln. 

Wann kommen die ersten Schwangerschaftsanzeichen und wie fühlen sie sich an?

Hat man in der ersten Schwangerschaftswoche schon Anzeichen?

Eine Schwangerschaft dauert 40 Wochen. In der ersten Schwangerschaftswoche bist du genau genommen noch gar nicht schwanger. Die erste Schwangerschaftswoche beginnt mit dem ersten Tag deiner Periode des letzten Zyklus vor der Schwangerschaft. 

Die Woche, in der du tatsächlich schwanger bist, ist offiziell die dritte Schwangerschaftswoche.

Zu diesem Zeitpunkt treten noch keine Schwangerschaftsanzeichen auf da zu wenig vom Schwangerschaftshormon HCG im Blut vorhanden ist, welches die Symptome auslöst

Eine Woche nach der Befruchtung – also etwa in der vierten oder fünften Schwangerschaftswoche – können die ersten körperlichen Schwangerschaftsanzeichen auftreten.

Wenn du die Schwangerschaft eine Woche nach der Zeugung vermutest, dann solltest du vor allem folgendes haben: Geduld.

Kann man direkt nach der Befruchtung schon Symptome haben?

Immer wieder berichten Frauen, dass sie direkt oder zwei Tage nach der Befruchtung die ersten Symptome bemerkt haben. Dies ist jedoch eher selten. Es ist sehr unterschiedlich, wie sich eine Frau während der Befruchtung einer Eizelle fühlt. Manche Frauen berichten, sofort gemerkt zu haben, dass sie sich in anderen Umständen befinden.

Andere Frauen müssen auf die sogenannten sicheren Schwangerschaftsanzeichen warten, bevor sie etwas merken. 

Unter Umständen können Anzeichen einer Einnistung eine mögliche Schwangerschaft ankündigen. In der Regel findet die Einnistung etwa 5 bis 10 Tage nach der Befruchtung statt.

Das sicherste Anzeichen ist, wenn die Menstruation ausbleibt.

Was sind Symptome der Einnistung?

Die Einnistung wird als der Vorgang bezeichnet, bei dem das Embryo durch die Hilfe von Botenstoffen an der Gebärmutter “andockt”. Zu diesen Botenstoffen gehört das Schwangerschaftshormon HCG, welches in den folgenden Tagen und Wochen auch die Schwangerschaftsanzeichen hervorrufen wird. Die Einnistung selbst kann 1 bis 3 Tage lange dauern.

Mögliche Symptome können sein:

  • Ein leichtes Ziehen im Unterleib (ähnlich wie der Menstruationsschmerz), was auch als Nidationsschmerz bezeichnet wird
  • Ein hellrote oder braune Schmierblutung
  • Eher selten sind Schwindel oder Übelkeit

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Wann treten sichere Schwangerschaftsanzeichen auf?

Etwa 7 bis 10 Tage nach dem Eisprung – also in der vierten oder fünften Schwangerschaftswoche – treten sichere Anzeichen einer Schwangerschaft auf.

Denn ab dieser Zeit stellt der Körper das Schwangerschaftshormon HCG her. Die ersten sicheren Anzeichen werden von den meisten Frauen wahrgenommen.

Um ganz sicher zu sein, ist nach Ausbleiben der Menstruation ein Schwangerschaftstest sehr sinnvoll. Nach einem Test kannst du dir die Schwangerschaft von einem Gynäkologen bestätigen lassen. Einige Symptome treten bei Frauen erst auf, wenn sie die zweite Zyklushälfte erreichen. 

Was sind typische Schwangerschaftsanzeichen?

Wenn genügend HCG in deinem Blut vorhanden ist, wirst du im Normalfall merken, dass sich etwas in dir und an dir verändert. Zu den typischen Schwangerschaftsanzeichen in der Frühschwangerschaft können gehören:

  • Übelkeit und Erbrechen: Die Übelkeit kann zu jeder Tages- oder Nachtzeit auftreten, viele leiden jedoch unter der berühmten Morgenübelkeit. Diese Symptome treten meistens kurz nach dem Ausbleiben der Menstruation oder in den ersten zwei Wochen auf. Der Verlauf ist sehr unterschiedlich. Viele Frauen leiden in den ersten drei Monaten. Andere wiederum erleben diese Übelkeit die ganze Schwangerschaft hindurch.

 

  • Harndrang: Viele Schwangere müssen oft auf die Toilette. Die Ursache dafür ist die bessere Durchblutung und die hormonelle Veränderung des Unterleibs. Auch sorgt das Schwangerschaftshormon dafür, dass die Blasenmuskulatur etwas erschlafft.

 

  • Stimmungsschwankungen: Ein weiteres Anzeichen in der Schwangerschaft ist das wankende Gemüt. Ein falsches Wort oder traurige Situationen führen nicht selten dazu, dass die Schwangere den Tränen nahe ist. Diese Gefühle sind erste Anzeichen für eine Schwangerschaft und die Beschwerden können ab etwa der sechsten Woche nachlassen. Diese Achterbahn der Gefühle wird durch die hormonellen Veränderungen verursacht.  

 

  • Sodbrennen und Blähungen: Es kommt vor, dass Frauen unter Sodbrennen leiden. Dies wird ebenfalls durch das Schwangerschaftshormon verursacht. Ein Stück Ingwer kann hier Abhilfe schaffen. Auch Blähungen können auftreten.

 

  • Die Brüste werden empfindlich: Bei 70 % bis 80 % der Frauen werden die Brustwarzen empfindlich gegenüber Berührungen. Manchmal sind sie geschwollen oder schmerzen. Die Brustwarzen können grösser und durch die verstärkte Pigmentierung auch dunkler werden. Bei Frauen, die bereits ein Kind gestillt haben, treten diese Symptome seltener auf.

 

  • Müdigkeit: Bei vielen Frauen treten häufig Müdigkeit und Erschöpfung auf. Das liegt daran, dass der Körper eine grosse Veränderung durchmacht, um ein Baby in sich wachsen zu lassen. Dies lässt meist ab der 12. Schwangerschaftswoche nach. Falls nicht, solltest du einen Arzt konsultieren und deine Blutwerte überprüfen lassen.

 

  • Heisshunger: Es ist kein Geheimnis, dass Schwangere Heisshunger verspüren. Der Körper benötigt in dieser Zeit mehr Energie und Frauen verspüren auf bestimmte Lebensmittel mehr Appetit, als auf andere. Da der Geschmackssinn sich verändert, können Frauen sich vor bestimmten Lebensmitteln ekeln, die sie vor der Schwangerschaft gerne gegessen haben. In der Schwangerschaft solltest du auf gesunde und ausgewogene Ernährung achten. Daher ist es ratsam auf rohes Fleisch, rohen Fisch oder rohes Ei zu verzichten. Vermeide auch koffeinhaltige Getränke und Alkohol. Einige Schwangere entwickeln eine Abneigung gegen den Geruch von Zigarettenrauch.

 

Weitere mögliche Symptome sind:

  • Schwindel
  • Schmerzen im Unterleib 
  • Metallischer Geschmack im Mund
  • Leicht erhöhte Körpertemperatur
  • Leichte Schmierblutungen

Woher kommt der Metallgeschmack im Mund während einer Schwangerschaft?

Manche Frauen berichten von einem metallischen Geschmack im Mund während der Frühschwangerschaft. Auch das kann ein Anzeichen sein, denn während der Schwangerschaft erhöht sich dein Blutvolumen um knapp das Doppelte. Da alles besser durchblutet ist, verändert sich auch der Geschmack an deinen besser durchbluteten Schleimhäuten. Dabei ist es das Blut, das den metallischen Geschmack verursacht.

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Wenn deine Regel wie gewohnt in normaler Stärke eintritt, ist es unwahrscheinlich, dass du schwanger bist. 

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Anhand eines Anstiegs deiner Basaltemperaturkurve, kannst du eine mögliche Schwangerschaft erkennen. Wenn die Temperatur nach deinem Eisprung mehr als 16 Tage 1 bis 3 Grad erhöht ist, deutet das darauf hin, dass du schwanger bist.

Damit in den Zellen ausreichend Folsäure vorhanden ist, muss sich zunächst ein gesunder Folsäure-Spiegel im Körper aufbauen. Ansonsten lebst du von der Hand im Mund und der nötige Bedarf an Folsäure ist nicht sichergestellt. Ein gesunder Folsäure-Spiegel in deinem Körper ist das A und O für den Entwicklungsprozess deines Kindes während den ersten Wochen der Schwangerschaft. (mehr lesen)

In den ersten Schwangerschaftswochen fühlt sich der Unterleib oft ähnlich an, wie während der Menstruation: Viele Schwangere berichten von Krämpfen und Ziehen in den ersten Wochen. 

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Schwangerschaftsanzeichen vs. PMS

Auch wenn sich die Frau schon sehr früh Sicherheit wünscht und eindeutig wissen möchte, ob sie schwanger ist oder nicht, ist das Feststellen einer Schwangerschaft eine Woche nach der Befruchtung nicht möglich. 

Der Grund dafür ist, dass die allerersten Anzeichen einer Frühschwangerschaft den Anzeichen einer bevorstehenden Monatsblutung ähneln. Schwangerschaftssymptome treten auch bei PMS – dem prämenstruellen Symptom – auf. 

Wenn die Symptome eintreten, bleibt der Frau in den ersten 1 bis 3 Tagen daher nichts übrig als Rätsel zu raten. Erst wenn die Symptome auch nach Tagen nicht abklingen und die Menstruation ausbleibt, ist eine Schwangerschaft sehr wahrscheinlich. Wirkliche Gewissheit liefert allerdings nur ein Schwangerschaftstest oder ein Besuch beim Frauenarzt.

Eindeutige Anzeichen einer Schwangerschaft

Darum gehören die körperlichen Beschwerden, die auch bei PMS auftreten eher zu den unsicheren Schwangerschaftsanzeichen. 

Sichere Schwangerschaftsanzeichen, die eindeutig auf eine Schwangerschaft hinweisen, sind:

  • Die Periode bleibt aus (und die Frau ist nicht in den Wechseljahren)
  • Ein positiver Schwangerschaftstest
  • Eine Feststellung der Schwangerschaft durch den Frauenarzt
  • Linea Negra (ein dunkle Linie, die vom Schambein bis zum Bauchnabel verläuft)

Wie früh kann die Linea Negra erscheinen?

In der Regel tritt die Linea Negra erst im zweiten Trimester der Schwangerschaft auf. Bei anderen Frauen kann diese Linie auch schon sehr früh, beispielsweise ab der 6. Schwangerschaftswoche, auftreten. Das ist jedoch bei jeder Frau unterschiedlich und keinesfalls die Regel.

Ist es normal, dass Schwangerschaftsanzeichen kommen und gehen?

Schwangerschaftsanzeichen können durchaus zu bestimmten Zeiten verstärkt und zu anderen Zeiten gar nicht mehr auftreten. Das Auftreten der Symptome ist von Frau zu Frau verschieden. Einige Frauen haben beispielsweise gar keine Schwangerschaftssymptome. Wieder andere Frauen spüren die typischen Anzeichen nur ganz zu Beginn. 

Der beste Rat ist in jedem Fall sich trotz aller Vorfreude zu entspannen und eine mögliche Schwangerschaft mit Geduld abzuwarten.

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    Achte auf eine gesunde Ernährung - und Folsäure in den ersten Wochen

    In der Schwangerschaft benötigt der Körper viele Vitamine und Nährstoffe. Eine gesunde und ausgewogene Ernährung ist wichtig. Achte auf eine ausreichende Zufuhr von Eisen, Kalzium, Magnesium und Folsäure.

    Für das Wachstum und für die Zellteilung ist Folsäure sehr wichtig. Durch den Mangel an Folsäure kann es zu Schleimhautveränderungen, Blutarmut und Verdauungsbeschwerden kommen. Beim Baby kann es zu Störungen des Rückenmarks, des zentralen Nervensystems und des Gehirns führen.

    In den ersten Schwangerschaftswochen ist es daher sehr wichtig täglich etwa 0,4 Milligramm Folsäure zusätzlich einzunehmen. Daher ist eine Absprache mit dem behandelnden Arzt sehr wichtig, um auf alles vorbereitet zu sein. 

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    Nimm Folsäure, denn die ersten Wochen der Schwangerschaft gelten als kritische Phase der kindlichen Entwicklung.

    Die erste Vorsorgeuntersuchung findet statt

    Der behandelnde Arzt oder die Hebamme macht in den ersten Schwangerschaftswochen die Vorsorgeuntersuchung. Der allgemeine Gesundheitszustand der Mutter wird kontrolliert und das Geburtsdatum errechnet. 

    Auch die Blutgruppe der Mutter wird bestimmt und alle Untersuchungsergebnisse werden im Mutterpass festgehalten. Der Mutterpass gibt für die zukünftigen Untersuchungen und im Falle eines Notfalls den Ärzten alle wichtigen Auskünfte, die für die Mutter und das Baby lebenswichtig sein können.

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