Schwanger heiraten – Vorteile und Nachteile

Frau will schwanger heiraten

Früher war es tatsächlich so, dass es tabu war, schwanger zu heiraten. Ein uneheliches Kind war ein grosser Skandal. Heute ist das zum Glück anders.

Heute haben wir dafür die Qual der Wahl. Doch was sind die Vorteile und die Nachteile dabei, schwanger zu heiraten?

Zwei Möglichkeiten schwanger zu heiraten

Es gibt grundlegend zwei Möglichkeiten, während der Schwangerschaft zu heiraten:

  1. Du kannst eine standesamtliche Trauung während der Schwangerschaft machen und die kirchliche Trauung nach der Geburt nachholen.
  2. Du veranstaltet während der Schwangerschaft eine komplette Hochzeit samt Hochzeitsfeier

Schwanger heiraten: Die Vorteile

1. Zwei Meilensteine im Leben gleichzeitig erleben

Wenn du während der Schwangerschaft heiratest, kannst du die zwei schönsten Ereignisse im Leben miteinander verbinden: Die Hochzeit und das Eltern werden.

Das soll natürlich nicht bedeuten, dass du Hals über Kopf heiraten solltest. Wie auch unter normalen Umständen, solltest du dir so einen grossen Schritt gut überlegen. 

2. Du kannst die Organisation abgeben

Wie jede Braut möchte auch eine Schwangere, dass die Hochzeit und die Feier danach perfekt werden.

Wenn du schwanger bist, unterstützen dich deine Freunde, dein Partner und deine Familie doppelt so gerne bei den Hochzeitsvorbereitungen.

Ausserdem darfst du Botengänge oder Erledigungen unbeschwert den anderen überlassen.

3. Als Schwangere bist du eine besonders schöne Braut

Früher gab es für Schwangere keine so schönen Brautkleider wie heute.

Wunderschöne Brautmode hebt deinen Bauch hervor. Entweder mit einer Schleife unterhalb der Brust oder einem schönen De­kolle­té.

Du hast auch die Möglichkeit, dir ein Kleid selber zu nähen, wenn du dich mit Nähen auskennst. 

Achte bei deinem Braut-Outfit unbedingt auf bequeme Schuhe. Es gibt mittlerweile schöne Brautschuhe, die sehr bequem sind.

Eine schöne Braut machen auch die passenden Accessoires aus. Ein kleiner Blumenkranz auf dem Kopf, macht aus einer werdenden Mutter eine wunderschöne Braut.

Schwangerschaftswochen empfiehlt

Hochzeitskleid für schwangere Frauen

Elegantes und bequemes Umstandskleid – als Hochzeitskleid ideal geeignet.

4. Die Formalitäten für das Baby werden vereinfacht

Wenn ihr nicht verheiratet seid, sollte der werdende Vater eine Kindesanerkennung beantragen, um alle Rechte eines Elternteils zu erhalten.

Diese Formalitäten und Anträge fallen durch eine Hochzeit weg und erleichtern die Zeit nach der Geburt.

5. Das Baby wächst von Anfang an in einer klassischen und geschützten Familienumgebung auf

Manchen Personen sind Traditionen und klassische Familienbilder sehr wichtig. Sie wissen ihr Kind behütet und beschützt, wenn Mama und Papa verheiratet sind. 

Dieses Gefühl der Sicherheit und Geborgenheit wirkt sich natürlich auch positiv auf das Baby aus.

Schwanger heiraten: Die Nachteile

1. Stressfaktor für die werdende Mutter

Wenn aus einer werdenden Mutter plötzlich eine Braut wird, schwappt die Freude über. 

Dennoch sollten auch Freunde und Familie berücksichtigen, dass die Hochzeitsvorbereitung auch eine Belastung für eine schwangere Frau darstellt.

Wenn du trotzdem heiraten möchtest, solltest du viele Aufgaben abgeben, damit du als Braut nicht zu vielen Stresssituationen ausgesetzt bist.

Weitere Fragen

Sport und Bewegung sind in der Schwangerschaft sehr wichtig. Du solltest es aber nicht übertreiben. (mehr lesen)

Verständlicherweise bibbern viele Schwangere in den ersten Schwangerschaftswochen und fürchten sich vor einer Fehlgeburt.

Die meisten Ursachen, die zu einer Fehlgeburt führen, sind leider nicht zu beeinflussen, sondern leider eine Laune der Natur. 

Natürlich kannst du durch einen gesunden Lebensstil das Risiko einer Fehlgeburt minimieren. Völlige Sicherheit hast du allerdings nie und es bleibt ein Rätsel der Natur, warum manche Schwangerschaften glücklich verlaufen und andere in einer Fehlgeburt enden.

Bei diesen Symptomen solltest du umgehend einen Arzt aufsuchen:

  • Starke, plötzlich auftretende Blutungen
  • Starke Schwellungen (Ödeme), die schmerzen und immer grösser werden
  • Heftige Unterleibsschmerzen
  • Schwindel und Kopfschmerzen in Kombination mit Übelkeit und Erbrechen
  • Plötzlich auftretende sehr starke oder stechende Schmerzen
  • Schmerzen beim Wasserlassen
  • Fieber ab 39 Grad Celsius

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2. Schwangerschaftsbeschwerden beeinträchtigen das Erlebnis

Schwangerschaftsbeschwerden, wie etwa die morgendliche Übelkeit, können die Planung und das Erlebnis der Hochzeit beeinträchtigen.

Es ist zudem für die werdende Mutter und Braut ein ziemlich hoher Stressfaktor, wenn es ihr während der Hochzeit nicht gut geht. 

Wer trotzdem schwanger heiraten möchte, sollte den Hochzeitstermin zwischen der 14. und 26. Schwangerschaftswoche planen. In dieser Zeit haben Müdigkeit und Übelkeit nachgelassen und schwangere Frauen fühlen sich im zweiten Trimester in der Regel am wohlsten.

3. Vieles ist nicht planbar

Vielleicht ist am geplanten Hochzeitstermin die morgendliche Übelkeit vorbei.

Dafür treten andere Komplikationen auf oder der Braut geht es nicht gut. Vielleicht ist der Bauch der Mutter grösser als geplant und die Bewegungsfreiheit sehr eingeschränkt.

Auch sehr heisse Temperaturen können einer schwangeren Frau im Brautkleid zusetzen und der Kreislauf könnte verrückt spielen.

Im optimalen Fall findet die Hochzeit einer schwangeren Frau deshalb im Frühling oder im Spätsommer statt. 

Am besten schliesst du eine Hochzeitsversicherung ab, damit du nicht auf den Kosten sitzen bleibst, wenn etwas Unvorhergesehenes passiert.

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    4. Ein reduzierter Junggesellinnenabschied

    Als schwangere Braut solltest du bei einem Junggesllinnenabschied auf genügend Entspannungsphasen achten. Alkohol und manche Aktivitäten, die Mutter oder Kind gefährden könnten, sind tabu.

    Beliebt sind stattdessen Spiele, ein Wellness-Wochenende, Basteln oder ein Restaurant-Besuch in gemütlicher Atmosphäre.

    5. Einschränkungen bei den Flitterwochen

    Bei den Flitterwochen ist eigentlich alles erlaubt, was zur Zweisamkeit gehört.

    Aber eben nur: Eigentlich.

    Das Reiseziel sollte der Schwangerschaft angepasst werden. Für den Notfall sollte das Reiseland über eine medizinische Einrichtung verfügen. Ein tropisches Klima sollte vermieden werden, da es einer schwangeren Frau schnell zusetzen kann.

    In manchen Ländern gelten Reisewarnungen besonders für Schwangere, beispielsweise aufgrund von Krankheiten wie Malaria.

    Die beste Option für Flitterwochen in der Schwangerschaft ist es, sich Ruhe und Erholung in einem nahe gelegenen Wellness-Hotel zu gönnen.

    Einige Eltern verschieben die Flitterwochen auch auf die Zeit nach der Geburt.

    Falls du doch eine Reise planst, solltest du eventuell eine Reiserücktrittsversicherung buchen. Auch eine Auslandskrankenversicherung ist sehr sinnvoll, falls etwas Unvorhergesehenes passiert. So bist du für alle Situationen gut vorbereitet und kannst deine Flitterwochen geniessen.

    Info zu Flugreisen in der Schwangerschaft:

    Ab der 37. Schwangerschaftswoche sind Flugreisen nicht mehr möglich. Bei manchen Fluggesellschaften sogar schon früher.

    Zudem solltest du darauf achten, dass sich in deinen Beinen kein Wasser lagert und dir einen Platz suchen, an dem du die Beine ausstrecken kannst.

    Während des ganzen Fluges solltest du Thrombose- oder Kompressionsstrümpfe tragen. 

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