Schwangerschaft: Welche Leistungen zahlen Krankenkassen?

In den ersten Wochen der Schwangerschaft, setzt sich kaum jemand mit Krankenkassen-Leistungen auseinander. Dafür gibt es zu viele andere Themen, die sehr viel spannender sind.

Spätestens bei der ersten Vorsorgeuntersuchung könnte der Frauenarzt die Krankenkassen-Leistungen zur Sprache bringen. Was wird gezahlt, was nicht? Und habe ich in als schwangere Frau in jedem Fall Anspruch auf die Vergütung aller Vorsorgeuntersuchungen?

Die drei unterschiedlichen Leistungen von Krankenkassen

Krankenkassen kennen drei Arten von Leistungen:

Krankheit, Unfall und Mutterschaft.

Wenn Schwangere sagen, sie seien schwanger und nicht krank, dann sind die Krankenkassen derselben Meinung. 

Darum muss der Frauenarzt auf der Abrechnung erwähnen, dass die Leistungen unter Mutterschaft fallen. Nicht immer rechnen Ärzte hier korrekt ab. Als Patient darfst du darum auch ein Auge darauf werfen. 

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Was zahlt die Grundversicherung in der Schwangerschaft?

Die Grundversicherung zahlt die Kontrolluntersuchungen, die Entbindung im Spital oder Geburtshaus und zwei Ultraschalluntersuchungen.

Der Arzt weiss welche Untersuchungen nötig sind und wird diese mit der werdenden Mutter besprechen. Manche Zusatzversicherungen zahlen auch weitere Untersuchungen. Dies solltest du mit deiner Krankenkasse im Einzelfall genau besprechen.

Hier eine Zusammenfassung, welche Leistungen in der Schwangerschaft durch die Grundversicherung abgedeckt sind:

  • Sieben vorgeschriebene Vorsorgeuntersuchungen
  • Den Ultraschall in der 10.-12. und in der 20.-23. Schwangerschaftswoche
  • Laboranalyse und ärztlich verschriebene Medikamente und Hilfsmittel
  • Geburtsvorbereitungskurse von Hebammen (bis 150.- CHF Kostenübernahme)
  • Entbindung im Spital oder Geburtshaus (sofern diese einen offiziellen Leistungsauftrag ihres Wohnkantons haben)
  • Stillberatung oder Besuche der Hebamme (sofern sie 56 Tage nach der Geburt beansprucht werden)
 
Kompressionsstrümpfe, Medikamente oder spezielle Behandlungen müssen vom Frauenarzt verschrieben werden, dann werden sie von der Grundversicherung bezahlt.

Bei Risikoschwangerschaften werden auch weitere Leistungen von der Grundversicherung bezahlt. Hier kannst du Rücksprache mit deinem Frauenarzt halten.

Die Franchise bei Mutterschaftsleistungen

Auch hinsichtlich der Franchise werden schwangere Frauen als Spezialfall eingestuft. Ab der 13. Schwangerschaftswoche bis 8 Wochen nach der Geburt, wird jede Mutterschaftsleistung ohne Franchise abgerechnet. Ab da wird auch nicht mehr unterschieden zwischen Krankheit und Mutterschaft.

Die Zusatzversicherung für Mutterschaftsleistungen

Sobald die werdende Mutter alternative Behandlungsmethoden oder Medikamente beansprucht, sollte sie bei der Krankenkasse nachfragen, welche Leistungen durch Zusatzversicherungen gedeckt sind und welche nicht.

Die Zusatzversicherung zahlt unter Umständen auch alternative Geburtsmodelle. Hier solltest du ebenfalls vorab eine Kostengutsprache der Krankenkasse einholen.

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      Zusatzversicherung noch vor der Schwangerschaft abschliessen

      In den Zusatzversicherungen können weitere Mutterschafts-Leistungen versichert werden. Wichtig ist zu wissen, dass Krankenkassen sich grundsätzlich davor schützen wollen, dass schwangere Frauen sich erst dann gut versichern, wenn die Schwangerschaft bereits besteht.

      Aus diesem Grund bestehen auf Mutterschaftsleistungen in der Zusatzversicherung Karenzfristen. Meistens betragen diese Fristen ein Jahr.

      Das bedeutet: Du kannst keine Zusatzversicherung für Mutterschaftsleistungen abschliessen, wenn du bereits schwanger bist. 

      Wenn die Familienplanung im Gange ist, solltest du dir darüber Gedanken machen, welche Leistungen aus Zusatzversicherungen dich durch die Schwangerschaft begleiten sollen.

      Leistungen für das Baby

      Sobald eine Behandlung für das Neugeborene nötig wird, sind die Leistungen durch die Versicherung des Babys gedeckt.

      Ab Geburt erhältst du dann zwei unterschiedliche Rechnungen der Krankenkasse: Eine für das Baby und eine für die Mutter.

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