Übelkeit in der Schwangerschaft: Ursachen und Tipps

Frau leidet an Schwangerschaftsübelkeit

Vor allem in den ersten drei Monaten werden knapp 80% aller Schwangeren von Übelkeit geplagt.

Da die Schwangerschaftsübelkeit zu natürlichen Schwangerschaftssymptomen gehört, kannst du nicht viel dagegen machen. Schuld ist das Schwangerschaftshormon HCG.

Darum ein kleiner Trost: An Übelkeit zu leiden, bedeutet, dass dein Körper voll auf Schwangerschaft umgestellt hat und alles so läuft, wie es sollte. 

Übelkeit als Schwangerschaftsanzeichen?

Meistens beginnt die Übelkeit in der Schwangerschaft erst in der 5. oder 6. Schwangerschaftswoche – also in der Regel dann, wenn eine Schwangerschaft durch einen Test nachweisbar ist. Übelkeit gilt also eher nicht als frühes Schwangerschaftsanzeichen.

Die Schwangerschaftsübelkeit wird durch das Schwangerschaftshormon HCG, also Human Choriongonadotropin, ausgelöst. In der Regel lässt die Übelkeit in der 12. Schwangerschaftswoche nach, da das Hormon HCG um diese Zeit herum abklingt und die Plazenta die Nährstoff-Versorgung des Babys übernimmt.

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Wie fühlt sich die Schwangerschaftsübelkeit an?

Die Übelkeit erleben manche Schwangere als sehr heftig. In den ersten Wochen können sie kaum einen Bissen bei sich behalten. Andere verspüren ein konstantes Unwohlsein, müssen aber nicht erbrechen. 

Die Übelkeit in der Schwangerschaft ist von Frau zu Frau verschieden:

Den einen Frauen ist jeden Tag gleich gleich schlecht, bei anderen ist es tagesabhängig und manche wiederum spüren gar nichts.

Selbst der Zeitpunkt, an dem das Gefühl der Übelkeit auftritt ist unterschiedlich. Manche Schwangere leiden morgens, manche nachmittags und manche abends an der Übelkeit. Hier ist nur der Unterschied normal.

Bei einigen Frauen tritt die Schwangerschaftsübelkeit sogar nur als Reaktion auf bestimmte Lebensmittel auf.

Übelkeit kommt und geht – ist das normal?

Der Körper einer Schwangeren spielt in den ersten Wochen ziemlich verrückt. Darum kann es auch völlig normal sein, wenn die Übelkeit in der Schwangerschaft kommt und geht wie sie will.

Wenn alle üblichen Schwangerschaftsanzeichen jedoch von heute auf morgen für eine längere Zeitdauer abklingen, kann das ein mögliches Vorzeichen einer Fehlgeburt sein. Spätestens wenn eine Blutung einsetzt, solltest du einen Arzt aufsuchen.

Was kann man bei Übelkeit in der Schwangerschaft essen?

Der Geruch von Kaffee, den du sonst so geliebt hast, könnte bei dir jetzt schlimmen Brechreiz hervorrufen. Manche Frauen können Schokolade nicht mehr reichen, andere wiederum meiden ihr Lieblings-Parfume.

Bei Übelkeit in der Schwangerschaft solltest du auf fettreiches und scharfes Essen verzichten und am besten ungesüsste Tees oder Wasser trinken. Die beste Methode gegen Übelkeit ist es, die Mahlzeiten über den Tag verteilt in kleinen Portionen zu dir zu nehmen. 

Auch bestimmtes Essen kann helfen die Übelkeit zu lindern. Bewährte Lebensmittel gegen Schwangerschaftsübelkeit sind: 

  • Mandeln
  • Ingwer
  • Zwieback
  • Ungezuckerte Kekse
  • Rucola
  • Artischocke
  • Grapefruit

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Wann ist der Höhepunkt der Schwangerschaftsübelkeit erreicht?

Wenn du die ersten drei Monate durchgestanden hast, wird das Gefühl der Übelkeit wahrscheinlich nach und nach abklingen. Nur sehr wenige Frauen haben die ganze Schwangerschaft über mit der Übelkeit zu kämpfen.

Der HCG-Spiegel, der wahrscheinlich für das Unwohlsein verantwortlich ist, erreicht zwischen der achten und zehnten Schwangerschaftswoche seinen Höhepunkt und nimmt dann allmählich ab.

8 bewährte Tipps gegen die Schwangerschaftsübelkeit

Der wichtigste Tipp bei Übelkeit am Morgen ist: Iss etwas, bevor du aufstehst. Wenn sich der Magen erst einmal beruhigt und der Kreislauf sich vorbereitet hat, kannst du in den Tag starten.

Auch auf heisse Duschen solltest du besser verzichten, da die sich negativ auf deinen Kreislauf auswirken und Schwindel verursachen. 

Hier haben wir 8 bewährte Tipps gegen Schwangerschaftsübelkeit für dich gesammelt:

  1. Im Bett frühstücken
  2. Genügend trinken
  3. Nimm Ingwer zu dir
  4. Beseitige unangenehme Gerüche
  5. Überdenke die Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln
  6. Nutze ein Akupressur-Armband
  7. Mache einen Spaziergang an der frischen Luft
  8. Vermeide unnötigen Stress

1. Im Bett frühstücken

Im Bett vor dem Aufstehen zu essen, kann die Übelkeit am Morgen lindern. Aber vermeide ein üppiges Frühstück mit fettigen Lebensmitteln und Kaffee.

Empfehlenswert zum Frühstück bei Übelkeit sind Zwieback, Knäckebrot, salzige Cracker, getrocknetes Obst, trockene Kekse, Nüsse oder Ingwer.

Die Mahlzeiten soll dazu dienen, den Blutzuckerspiegel anzuheben. Denn ein niedriger Blutzuckerspiegel kann Übelkeit auslösen oder verstärken.

Nach dem Frühstück solltest du deinen Körper möglichst langsam aufrichten, um deinen Kreislauf nicht zu überfordern.

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    2. Genügend trinken

    Viel trinken ist in der Schwangerschaft das A und O. Es kann sogar gegen Übelkeit helfen. Gut geeignet sind Tees, die du auch kalt geniessen kannst.

    Bei Schwangerschaftsübelkeit trinkst du am besten ungesüsste Kräutertees, Pfefferminze, Fenchel, Anis oder Kamille. 

    Verzichten hingegen solltest du auf alle gezuckerten Getränke und Fruchtsäfte, da diese Sodbrennen auslösen können.

    3. Geheimtipp gegen Übelkeit: Ingwer

    Ingwer ist der beste Helfer gegen Übelkeit in der Schwangerschaft. Wer keinen frischen Ingwer mag, kann sich auch Ingwer in Form von Tees oder Bonbons besorgen.

    Gerade am Anfang der Schwangerschaft ist Ingwer eine Zauberwaffe gegen Übelkeit und Sodbrennen.

    Du solltest jedoch sparsam damit umgehen, da Ingwer auch Wehen auslösen kann. Ein kleines Stück genügt, um die Beschwerden zu lindern.

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    4. Beseitige unangenehme Gerüche

    Da dein Körper in der Schwangerschaft sehr sensibel ist, reagiert er besonders stark auf Gerüche. Diese Sensibilität tritt aber nicht bei jeder schwangeren Frau auf.

    Bei manchen Frauen kann der Geruch von Parfüms, Rasierwasser, Fleisch oder Kaffee Übelkeit hervorrufen.

    Darum kannst du die Übelkeit lindern, wenn du die störenden Geruchsquellen beseitigst. 

    5. Überdenke die Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln

    In der Schwangerschaft solltest du Folsäure und bei Vitaminmangel auch bestimmte Vitaminpräparate zu dir nehmen.

    Aber übertreibe es nicht. Insbesondere Eisentabletten können schwer im Magen liegen und Übelkeit verursachen. Besprich die Einnahme dieser Präparate mit deinem Arzt.

    6. Nutze ein Akupressur-Armband

    Eine erstaunliche Wirkung haben Akupressur-Armbänder. Durch den Druck auf den sogenannten Nei-Kuan Punkt am Handgelenk, werden Übelkeit und Brechreiz gelindert.  

    Die Weisheit stammt aus der chinesischen Heilmedizin und ist eine natürliche Alternative zu Medikamenten. 

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    7. Mache einen Spaziergang an der frischen Luft

    Gegen Übelkeit hilft auch ein Spaziergang an der frischen Luft.

    Die frische Luft hilft nicht nur gegen Übelkeit, sondern ist auch wohltuend für Körper und Seele.

    Selbst wenn das Wetter nicht einladend ist, solltest du dir jeden Tag mindestens eine halbe Stunde Zeit nehmen, um draussen einen Spaziergang zu machen. Das bringt den Kreislauf in Schwung und trägt zu einem besseren Wohlbefinden bei.

    8. Vermeide unnötigen Stress

    Stress kann auf den Magen schlagen. Darum kann es helfen, wenn du dir Ruhepausen gönnst, sobald die Übelkeit auftritt.

    Auch Meditation und Yoga helfen und entspannen Körper und Magen. Ein kleiner Mittagsschlaf kann Wunder bewirken. Du fühlst dich dadurch erholter und entspannter.

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