Was tun bei Depressionen in der Schwangerschaft?

Schwangere ist depressiv

Eine schwangere Frau durchlebt oft mehr Stimmungsschwankungen, als vor der Schwangerschaft. Auch Müdigkeit und Erschöpfung gehören zu lästigen Begleitsymptomen dazu. 

Was aber, wenn neben den normalen Symptomen eine klinische Depression hinzukommt? 

Was kann eine Schwangere bei einer Depression tun?

Kann man während der Schwangerschaft Depressionen bekommen?

Eine Depression kannst du in jeder Lebensphase, auch während der Schwangerschaft, bekommen.

Häufig plagen Schwangere dann Schuldgefühle: Sollte ich mich nicht glücklich fühlen?

Doch auch in der Schwangerschaft bist du einfach nur ein Mensch und kannst somit, wie jeder andere auch, an einer Depression erkranken. Kein Grund also, sich schuldig zu fühlen.

Wie äussert sich eine Schwangerschaftsdepression?

Eine Schwangerschaftsdepression ist streng genommen keine klinische Diagnose und deshalb kann dieser Begriff zu Verwirrungen führen.

Denn: Müde, antriebslos und erschöpft zu sein, gehört zu einer normalen Schwangerschaft dazu. Genauso wie häufiger auftretende Stimmungsschwankungen. 

Meist wird bei solchen Symptomen gleich der Begriff Schwangerschaftsdepression ins Spiel gebracht. Doch das ist falsch: Diese Symptome machen noch keine klinische Depression aus. Vor allem wenn diese Symptome mal kommen und mal gehen.

Auch während der Schwangerschaft äussert sich eine Depression wie folgt:

  • Depressive, gedrückte Stimmung
  • Gemindertes Interesse und Antriebslosigkeit
  • Müdigkeit und Erschöpfung

Davon treten mindestens zwei dieser Symptome während mindestens zwei Wochen auf.

Zusätzlich kann sich eine Depression durch folgende Anzeichen äussern:

  • Schlechtere Konzentration und Aufmerksamkeit
  • Vermindertes Selbstwertgefühl und Selbstvertrauen
  • Schuldgefühle und Gefühl der Wertlosigkeit
  • Negative und pessimistische Gedanken über die Zukunft
  • Suizid-Gedanken
  • Selbstverletzende Handlungen
  • Schlafstörungen
  • Verminderter oder stark erhöhter Appetit

Wenn diese Symptome auftreten, solltest du professionelle Hilfe suchen.

Warum bekommt man eine Depression in der Schwangerschaft?

Die Auslöser für eine Depression in der Schwangerschaft sind sehr verschieden. Manche Frauen leiden bereits vor der Schwangerschaft an Depressionen und die depressiven Symptome werden durch die Hormonlage verstärkt.

Auch eine Risikoschwangerschaft oder schwierige Lebensfragen, welche die Zukunft oder die Finanzsituation betreffen, können die Ursache für eine Depression in der Schwangerschaft sein.

Manchmal belasten die Schwangere zusätzlich Sorgen um das Ungeborene oder es plagen sie Schuldgefühle dem Partner gegenüber.

Was kann ich bei Depressionen in der Schwangerschaft tun?

Bei Depressionen in der Schwangerschaft kannst du beispielsweise Medikamente (spezielle Antidepressiva) einnehmen oder eine Psychotherapie machen.

Manchmal kannst du auch durch  Veränderungen im Alltag deine Depression mildern. Folgende Rituale kannst du bei einer Depression in deinen Alltag einbauen:

  • Tägliche Spaziergänge
  • Yoga, Pilates oder Schwangerschafts-Gymnastik
  • Spezielle Massagen 
  • Akupunktur
  • Unterstützung bei täglichen Aufgaben in Anspruch nehmen

Sprich mit deinem  behandelnden Arzt über weitere Möglichkeiten.

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Welche Behandlung ist bei einer Depression in der Schwangerschaft am besten?

Da die Einnahme von Medikamenten in der Schwangerschaft generell mit Vorsicht zu geniessen ist, eignet sich eine psychotherapeutische Behandlung bei einer Depression in der Schwangerschaft am besten.

Die Psychotherapie ist hilfreich, um Probleme, Ängste und Sorgen besser zu bewältigen und neue Perspektiven zu entdecken.

Es gibt verschiedene psychotherapeutische Verfahren wie die kognitive Verhaltenstherapie oder die Psychoanalyse. Studien haben gezeigt, dass die psychoanalytische Behandlung die depressiven Symptome noch verstärken kann.

Suche am besten nach einem Therapeuten, der die systemische oder kognitive Verhaltenstherapie anbietet.

Kann man in der Schwangerschaft Antidepressiva nehmen?

Du solltest nie Medikamente einnehmen, die der Arzt dir nicht verschrieben hat.

Viele Antidepressiva haben Nebenwirkungen, die dem Ungeborenen schaden oder zu einer Frühgeburt führen. Selbst pflanzliche Stimmungsaufheller wie Johanniskraut solltest du nur nach Rücksprache mit dem Arzt zu dir nehmen.

Bei mittelschwerer oder schwerer Depression helfen oft nur Medikamente. In der Schwangerschaft werden dann meist unbedenkliche Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer verschrieben.

Frauen, die bereits vor der Geburt unter Depression litten, sollten ihre Antidepressiva nicht abrupt absetzten, sobald sie schwanger werden. 

Wende dich an deinen behandelnden Arzt. Er wird dir sagen, in welcher Dosierung du das Medikament weiter einnehmen kannst.

Was passiert mit dem Baby, wenn ich in der Schwangerschaft traurig bin?

Die Devise lautet: „Geht es der Mama gut, geht es dem Baby gut“.

Stress und Ängste haben einen Einfluss auf die kindliche Entwicklung.

Wenn du hin und wieder in der Schwangerschaft traurig bist, passiert deinem Baby natürlich nichts. Erst anhaltende Traurigkeit durch eine klinische Depression, kann Depressionen oder Asthma im späteren Leben deines Kinds begünstigen.

Wer übrigens in der Schwangerschaft an einer unbehandelten Depression leidet, leidet nach der Geburt häufig auch an Wochenbettdepressionen.

Tipps, um Schwangerschaftsdepressionen vorzubeugen

Wenn du Angst hast, eine Depression zu entwickeln, kannst du präventiv etwas dagegen unternehmen: 

  • Sprich über mögliche Ängste mit deinen Familienangehörigen, deinem Partner, Freunden oder deinem Arzt
  • Mach nicht immer alles alleine oder versuche alles perfekt zu machen. Hole dir Hilfe, entspanne dich und tue dir Gutes. 
  • Achte auf eine ausgewogene und gesunde Ernährung und ausreichend Flüssigkeitszufuhr
  • Besuche einen Schwangerschaftskurs, mache Yoga oder übe Entspannungstechniken ein
  • Bewege dich regelmässig an der frischen Luft und tanke Sonne
  • Triff dich regelmässig mit Familie und Freunden

Sollten diese Tipps nicht helfen, kannst du dich auch an Anlaufstellen wie Frauen- oder Familienzentren wenden und dir konkrete Hilfe holen. 

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