Was tun, wenn du in der Schwangerschaft schlecht schläfst?

Schwangere Frau schläft schlecht

Insbesondere in der Frühschwangerschaft übermannt Frauen häufiger das Bedürfnis zu schlafen.

Bei fortschreitender Schwangerschaft können diese Nickerchen allerdings häufiger gestört werden. Dann schlafen die Schwangeren schlecht ein oder finden keine gute Schlafposition. 

Oder das Baby ist die Ursache der Schlafstörung: Wenn die Mutter schlafen will, wird das Baby aktiv. 

Auch ein zu viel an Gedanken kann für einen unruhigen Schlaf verantwortlich sein.

Warum plagt mich schlechter Schlaf in der Schwangerschaft?

Schlechter Schlaf in der Schwangerschaft kann folgende Ursachen haben:

  • Häufiger Harndrang
  • Der immer grösser werdende Bauch
  • Sodbrennen
  • Wadenkrämpfe
  • Unruhige Beine 

 

Oder das Baby ist die Ursache der Schlafstörung: Wenn die Mutter schlafen will, wird das Baby aktiv.

Am nächsten Tag fühlst du dich dann nicht richtig erholt, bist den ganzen Tag müde und fühlst dich erschöpft.

Manchmal können Schlafstörungen auch Ursachen haben, die eine ärztliche Behandlung bedürfen. Dazu gehören:

  • Chronischer Stress
  • Depressionen
  • Angststörungen
  • Schlafapnoe

Wann treten Schlafstörungen in der Schwangerschaft auf?

Auch wenn sich die Schlafstörungen in jeder Phase der Schwangerschaft bemerkbar machen, leiden Schwangere im ersten und letzten Drittel am meisten darunter.

  • Am Anfang der Schwangerschaft beginnt die hormonelle Umstellung des Körpers und hat einen großen Einfluss auf den Schlaf. 
  • Im zweiten Drittel fühlen sich die meisten Schwangeren fit und entspannt. Auch der Schlaf ist in der Regel ausgeglichen. 
  • Im letzten Drittel der Schwangerschaft wächst der Bauch und das Baby drückt auf die Blase. Schwangere finden oft keine gute Schlafposition oder müssen häufig auf die Toilette. Diese Unterbrechungen führen zu einem schlechten Schlaf.

Das kannst du tun, wenn du in der Schwangerschaft schlecht schläfst

Das kannst du tun, wenn du in der Schwangerschaft schlecht schläfst:

  • Über den Tag verteilt trinken: Wenn du tagsüber deinen Flüssigkeitsbedarf abdeckst, trinkst du abends weniger und das wiederum reduziert den nächtlichen Harndrang.
  • Schlaffördernde Tees trinken: Am besten eignet sich ein Baldrian-und Hopfen-Tee. 
  • Abends auf üppiges, fettiges Essen verzichten, um Sodbrennen zu vermeiden. 
  • Bei Wadenkrämpfen nach Absprache mit dem Arzt Magnesiumpräparate einnehmen.
  • Auf Koffein verzichten oder den Kaffeekonsum reduzieren
  • Den Tag ruhig ausklingen lassen und entspannt ins Bett gehen
  • Bewegung oder sanfter Sport wie Schwimmen: Das wirkt Ödemen entgegen und macht müde.
  • Spaziergänge an der frischen Luft
  • Die Gedanken nicht mit ins Bett nehmen
  • Yoga oder Meditation, um zur Ruhe zu kommen. Yoga wirkt entspannend und viele Positionen eigenen sich auf für die  Schwangerschaft
  • In einem gelüfteten Zimmer bei etwa 18 °C schlafen

 

Wenn du dann immer noch nicht einschlafen kannst, solltest du dich nicht zum Schlaf zwingen. Stehe stattdessen auf, nimm ein warmes Bad und entspanne dich, ehe du dich nochmals hinlegst. 

In welcher Position solltest du in der Schwangerschaft schlafen?

In der Schwangerschaft ist die Seitenlage grundsätzlich die beste Schlafposition.

Auf dem Rücken solltest du nicht schlafen. Das Gewicht des Babys kann die grosse Vene am Rücken einklemmen, die das Blut zum Herzen transportiert. Das kann die Sauerstoffzufuhr zu deinem Baby beeinträchtigen. 

Das berühmte Stillkissen zwischen den Knien oder unter dem Bauch wirkt bei vielen Schwangeren Wunder. Das Kissen hat auch eine wärmende Funktion, was viele als sehr angenehm empfinden. 

An den neuen Schlafrhythmus gewöhnen

Oft ist es so, dass das Baby im Bauch genau dann aktiv wird, wenn die Mutter schlafen will.

Kein Wunder: Das sanfte Schaukeln, das in den Schlaf wiegt, hört auf und die Zeit für Turnübungen beginnt.

Deshalb solltest du versuchen dann zu schlafen, wenn auch das Baby schläft. Wenn das Baby auf der Welt ist, musst du dich oft seinem Schlafrhythmus anpassen.

Einige vermuten, dass die Schlafstörungen in der Schwangerschaft sogar ein Trick der Natur sind, damit du dich an den neuen Schlafrhythmus gewöhnst.

Schlafmittel in der Schwangerschaft

Die meisten Schlafmittel sind in der Schwangerschaft verboten. Du kannst aber auf pflanzliche Mittel aus Bachblüten oder homöopathische Mittel zurückgreifen. Es gibt auch eine Reihe von Globuli, die sehr wirkungsvoll sind wie Coffea D12 für innere Ruhe oder Scutellaria D6 für den Schlaf.

Wenn du trotz Müdigkeit nicht schlafen kannst, unterstützt Phosphorus D12 bei seelischer Anspannung und Metallicum D12 um körperliche Unruhezustände zu lösen.

Auch Akupunktur kann bei Schlafstörungen helfen.

Wenn gar nichts hilft, kannst du dich an deinen Arzt oder deine Hebamme wenden.

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