Wissenswertes rund um die Geburt

Die Geburt – sehnsüchtig erwartet, gefürchtet und irgendwie geheimnisvoll. Denn jede Geburt ist bei jeder Frau anders. 

Deshalb kannst du als werdende Mutter nie genau vorausplanen, was auf dich zukommt.

In einigen Punkten ist es aber durchaus möglich sich vorzubereiten. Durch Atemtechniken oder durch die Kenntnis wichtiger medizinischer Eingriffe, bist du in der Lage die Situation während der Geburt mitzubestimmen.

Was du deshalb unbedingt rund um das Thema Geburt wissen solltest, erfährst du hier.

Wie kündigt sich eine Geburt an?

Jede Geburt ist einzigartig und so ist es auch ihre Ankündigung. Einige Frauen spüren instinktiv, dass die Geburt bald losgeht, andere wiederum werden von einer spontanen Geburt überrascht und wieder andere warten ungeduldig auf den Moment, an dem es endlich losgeht.

Anzeichen einer Geburt sind häufig:

  • Das Abgehen des Schleimpropfs
  • Platzen der Fruchtblase
  • Wehen in regelmässigen Abständen

 

Wenn die Wehen in einem Abstand von 5 oder 10 Minuten auftreten, ist es Zeit das Spital oder Geburtshaus aufzusuchen, da die Geburt nun kurz bevorsteht.

Die Geburtsphasen

Der Vorgang der Geburt wird in drei Phasen unterteilt: Die Eröffnungsphase, die Austreibungsphase mit Presswehen und die Nachgeburtsphase.

Die Eröffnungsphase

Der Name lässt es vermuten: In der Eröffnungsperiode beginnt sich der Muttermund durch regelmässige Kontraktionen (Wehen) zu öffnen. Dieser Vorgang ist wichtig, damit das Kind durch den Geburtskanal kommt. Manche empfinden diese Phase als besonders schmerzhaft, andere haben das grössere Schmerzempfinden hingegen erst in der letzten Phase.

Während dieser Phase schiebt sich der Kopf des Babys tiefer in die Zervix – den Gebärmutterhals. Die Phase dauert durchschnittlich 8 bis 10 Stunden und gilt als abgeschlossen, wenn der Muttermund etwa 10 cm weit geöffnet ist.

Die Austreibungsphase

Auf die Eröffnungsphase folgt die Austreibungsphase, in welcher die Fruchtblase (sofern noch nicht geschehen) platzt. Dadurch gelangt das Kind in den Geburtskanal und die Kontraktionen können stärker werden. Die Frau spürt nun verstärkt den Druck des Kopfes, das sich durch ihr Becken schiebt.

Am Ende dieser Phase beginnen die Presswehen, die das baldige Ende der Geburt einläuten, aber von der Gebärenden noch etwa eine gute halbe Stunde einiges abverlangen. Während der Presswehen, muss die Frau aktiv bei jeder Wehe pressen, um das Kind durch den Geburtskanal zu schieben.

Der Drang zu pressen ist ein natürlicher Reflex des weiblichen Körpers, wenn das Kind auf den Kanal und den Darm drückt. Frauen, die im Beckenbereich durch eine PDA betäubt sind, werden durch aktives Auffordern eine Hebamme oder Begleitperson zum Pressen animiert.

Am Ende dieser Phase erblickt das Baby endlich das Licht der Welt!

Die Nachgeburtsphase

Für die Frau und das Kind sind die zwei schwierigen Geburtsphasen endlich vorbei und der schönste Moment nach der Geburt ist da: Das Kind liegt im Arm oder an der Brust. Endlich Haut an Haut!

Die Geburt läutet während diesem Moment dennoch die letzte Phase ein: Die Nachgeburtsphase. Die Gebärmutter arbeitet weiter, um die Plazenta abzustossen. Diese Nachgeburt dauert in der Regel nochmals eine gute halbe Stunde.  

Die Ärzte oder die Hebamme untersuchen die Plazenta, um Infektionen auszuschliessen und um sicherzugehen, dass sie vollständig aus der Gebärmutter gepresst wurde und keine Rückstände zurückbleiben.

Die Nabelschnur wird durchtrennt und auch Wunden am Damm der Mutter müssen falls nötig genäht werden. Ist all das endlich erledigt, steht das Aufbauen der Bindung zwischen Eltern und Kind im Mittelpunkt.

Die Untersuchung des Neugeborenen

Viele Mütter legen das Kind direkt nach der Geburt an die Brust, da dann der Saugreflex am stärksten ist. Das Saugen an der Brust kurbelt die Milchproduktion an und fördert die Rückbildung der Gebärmutter. Die echte Muttermilch schiesst übrigens erst drei Tage nach der Geburt in die Brust ein.

Danach wird das Kind untersucht. Gewicht und Kopfumfang werden gemessen und der Atem wird kontrolliert. Ist alles wie erwartet, wird das Kind angezogen und in die Nähe der Mutter gebracht.

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