Dammmassage – ab wann, wie oft und welches Öl?

Leistungen von Krankenkassen in der Schwangerschaft

Die Dammmassage sollte ab der 34. Schwangerschaftswoche durchgeführt werden und dient dazu einem späteren Dammriss bei der Geburt vorzubeugen.

Was ist ein Dammriss?

Ein Dammriss ist eine Verletzung, die durch eine zu starke Dehnung der Haut während der Geburt entsteht. Der Damm bezeichnet dabei den Bereich zwischen Scheidenrückseite und Darmausgang.

Diese Verletzung tritt bei fast 90% aller Geburten auf. Häufig handelt es sich jedoch nur um minimale Risse, die schnell verheilen. Grössere Verletzungen sind eher selten und treten nur bei etwa 1% aller Frauen während der Geburt auf.

Einen Dammriss durch Massagen ab der 34. SSW vermeiden

Komplett verhindern lässt sich ein Dammriss nicht, aber es ist möglich ihm präventiv durch eine tägliche Dammmassage vorzubeugen.

Am besten beginnst du mit der Dammmassage ab der 34. Schwangerschaftswoche. Da eine Massage im Dammbereich frühzeitige Wehen auslösen kann, solltest du erst ab diesem Zeitpunkt mit der Massage beginnen.

Durch die tägliche Massage des Dammbereichs lockerst du das Gewebe, machst es zudem elastischer und sorgst für eine bessere Durchblutung. Das wird der Haut helfen sich bei der Geburt zu dehnen und Heilungsprozesse können schneller ablaufen.

Wie funktioniert eine Dammmassage?

Wichtig ist, dass du deine Hände vor der Massage gut reinigst. 

Zunächst massierst du den äusseren Bereich zwischen Scheide und After. Beginne mit kleinen, sanft kreisenden Bewegungen. Nach einer Weile darfst du ruhig etwas fester massieren. 

In einem nächsten Schritt führst du einen Finger in die Scheide ein und drückst dort das Gewebe ein wenig nach aussen. Solltest du dabei Schmerzen verspüren, solltest du etwas sanfter vorgehen. Wichtig ist, dass das Gewebe zwischen Scheide und After sanft gedehnt wird. 

Weitere Fragen zu diesem Thema

Sport und Bewegung sind in der Schwangerschaft sehr wichtig. Du solltest es aber nicht übertreiben. (mehr lesen)

Ein Solarium während der Schwangerschaft zu besuchen ist kein Problem. Du musst daran denken, dass die Haut durch die Hormone etwas sensibler ist, als gewöhnlich.

Versuche dich daher nicht zu lange den Strahlen auszusetzen. Verkürzte Bräunungszeiten sind gar kein Problem.

Natürlich sind einige Medikamente auch in der Schwangerschaft verträglich. Einige sind aber sehr gefährlich und deshalb solltest du vor jeder Einnahme mit deinem Frauenarzt sprechen.

Einige Medikamente können zu Fehlbildungen, Entwicklungsstörungen und auch Fehl- und Frühgeburten führen.

In welcher Position solltest du die Dammmassage machen?

Die beste Position für eine Dammmassage ist der Schneidersitz. Du solltest dich jedoch vor allem wohlfühlen und entspannen können.
 
Manche Schwangere gehen auch in eine halbsitzende Position und stützen sich mit einem Kissen ab.  Auch im Stehen ist eine Möglichkeit, um die Dammmassage durchzuführen. 
 
Für die optimale Entspannung kann auch dein Partner die Massage am Dammbereich durchführen, falls er dafür offen ist.
 

Wie oft du eine Dammmassage machen solltest

Du kannst die Dammmassage getrost täglich für 5 bis 10 Minuten durchführen. Hilfreich ist auch ein entspannendes Bad vor der Massage zu nehmen. 

Empfohlen werden auch Heublumendampfbäder zur Lockerung und Entspannung des Gewebes. Diese solltest du jedoch unbedingt erst ab der 38. Schwangerschaftswoche durchführen, da Heublumen natürliche Wehen anregen.

Welches Öl ist für die Dammmassage am besten?

Öl für die Dammmassage sollte am besten keine synthetischen Inhaltsstoffe haben. Das Öl sollte die Entspannung und Dehnung der Haut fördern. 

Am besten eignen sich folgende Öle für die Dammmassage: 

  • Olivenöl
  • Weizenkeimöl
  • Jojoba-Öl
  • Johanniskraut-Öl
  • Muskatellersalbei 

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